Ganz schön stark!
Eier sind kleine Kraftpakete. Sie enthalten hochwertiges Eiweiß, Fett, Mineralstoffe, Spurenelemente sowie jede Menge Vitamine. Das Hühnereiweiß kann vom Menschen leicht verdaut und nahezu vollständig zur eigenen Eiweißsynthese herangezogen werden. Ein Ei deckt bereits 12 bis 14% des täglichen Eiweißbedarfes. Außerdem deckt ein Ei täglich schon 10% unseres Tagesbedarfs an Eisen.
Vorwiegend das Eigelb enthält fast alle Vitamine, außer Vitamin C (Quelle: Wikipedia):
– Vitamin A (z.B. Retinol) ist wichtig für das Wachstum, die Funktion und den Aufbau von Haut und Schleimhäuten, die Blutkörperchen, den Stoffwechsel sowie für den Sehvorgang.
– Vitamin B2 (Riboflavin) spielt beim Stoffwechsel eine zentrale Rolle.
– Vitamin E (Tocopherol), welches als Radikalfänger dient und die Funktion bei der Steuerung der Keimdrüsen übernimmt.
– Vitamin B6 spielt für den Aminosäurestoffwechsel eine Rolle.
– Vitamin K, ist für die Blutgerinnung wichtig.
– Folsäure
– Biotin erfüllt wichtige Aufgaben im Eiweiß-, Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel.
– Pantothensäure
– Vitamin B12
Und weitere siehe unten

ei-tabelle

Gründlich durchleuchtet!
Grob gesehen besteht das Ei aus Dotter (Eigelb) und Eiweiß (Eiklar). Wer es aber genau betrachtet (klicken Sie auf die Zeichnung), erkennt das Eier viel mehr Bestandteile haben als angenommen.
Schale – Hagelschnüre – Luftkammer –
Eiklar (dickflüssig) – Eiklar (dünnflüssig) – Dotter

 

Nährwerte:
Das Ei ist wegen seines hohen Nährwertes, vor allem wegen des Gehaltes an hochwertigen Proteinen, seit Beginn der Menschheitsgeschichte ein wichtiges Nahrungsmittel. Ein durchschnittliches Ei hat pro 100g etwa 156kcal – wobei die Kalorien hauptsächlich im Dotter (353kcal/100g) und nicht im Eiklar (47kcal/100g) zu finden sind.

 

Ei – Das faszinierende Lebensmittel (Quelle Wikipedia)
Jeder Deutsche verzehrt jährlich im Durchschnitt 231 Eier. Hierbei wurden auch die Eier mitgezählt, welche z.B. in Nudeln, Süßwaren, und weiteren fertigen Nahrungsmitteln enthalten sind.

Das Ei verfügt über einen eigenen Immunschutz auf der Schale und im Inneren in Form von Enzymen. Diese schützen das Ei vor Keimen. Deshalb dürfen die Eier auch nicht gewaschen, sondern nur mechanisch gereinigt werden, bevor sie in den Handel gelangen, weil sonst die Cuticula zerstört würde. Nach starken Temperaturschwankungen oder Kühlung kann dieser Immunschutz jedoch aufgrund von Kondenswasser in seiner Funktion beeinträchtigt sein. Daher müssen alle einmal gekühlten Eier weiterhin ununterbrochen gekühlt gelagert werden.

 

Vorurteil Cholesterin:
Das Ei genießt wegen seines hohen Cholesteringehaltes (Größe M: etwa 220 Milligramm) zu Unrecht einen schlechten Ruf. Schädlich für die Gesundheit (Herzkreislauf, Gefäße usw.) hieß es noch bis zuletzt. Das Ei ist weitaus besser als sein Ruf, denn das enthaltende Cholesterin hat nach neuesten Studien nur eine geringe Wirkung auf den Cholesterinhaushalt des Menschen (Ausnahmen bilden Menschen, bei denen die körpereigene Regelung des Cholesterinspiegels nicht richtig funktioniert). Eier sind als Bestandteil einer gesunden Ernährung sehr zu empfehlen.

 

Wo kommt das Ei her?
In Deutschland müssen Eier gekennzeichnet werden, so können Sie erkenne woher das Ei kommt.
0 – Bio-Eier/Ökologische Erzeugung – erhalten natürliches Futter ohne Zusätze und haben Auslauf in Außengehegen
1 – Freilandhaltung – die Hühner haben Auslauf in Außengehegen
2 – Bodenhaltung – die Hühner leben im Stall mit Einstreu
3 – Käfighaltung – die Hühner leben in Käfigen, ohne Einstreu

 

Gewichtsklassen:
Nicht jedes Ei gleicht dem anderen, zumindest nicht, wenn es um die Größe geht. Eier werden in folgende Gewichtsklassen eingestuft:
Kleines Ei, Gewichtsklasse S – weniger als 53g
Mittleres Ei, Gewichtsklasse M – ca. 53 bis unter 63g
Großes Ei, Gewichtsklasse L – 63 bis unter 73g
Sehr großes Ei, Gewichtsklasse XL – 73g und mehr

 

Was bestimmt die Qualität roher Eier?
Die Qualität roher Eier wird vor allem durch die folgenden Faktoren beeinflusst:
Frische (Anzahl der Tage nach dem Legetag)
Luftkammer (je älter das Ei, desto größer die Luftkammer)
Dotterfarbe
Sensorik des Eiweiß
Bruchfestigkeit der Schale
Zustand der Eischale (Sauber und unbeschädigt)
Eier, die in den Handel gelangen sind immer Eier der Güteklasse A.

 

Braunes oder weißes Ei?:
Welche Farbe das Ei bekommt, liegt nur an der Rasse der Hühner. Hatte man früher gedacht das weiße Hühner weiße Eier und braune Hühner eben braune Eier legen, so weis man heute das die Gefiederfarbe nichts damit zu tun hat. Die Farbe der Schale bestimmen Hühnerrasse und Ohrscheiben des Huhns. Hühner mit weißen Ohrscheiben legen vorwiegend weiße Eier und Rassen mit roten Ohrscheiben vorwiegend braune.

 

Frisch oder nicht?
Auf den ersten Blick sehen alle Eier gleich aus, ob frisch oder nicht. Wenn Sie nicht sicher sind, schmeißen Sie das Ei nicht gleich weg… legen Sie es in ein Glas mit Wasser. Bleibt das Ei am Boden liegen (vertikal), ist es frisch, richtet sich das Ei auf (horizontal) ist es min. 2 Wochen alt und schwimmt es nach oben ist es ungenießbar. Schnelltest Nr. 2 = Ei schütteln… wenn das Ei frisch ist hört man fast nichts (Luftkammer ist klein weil das Eiweiß und Eigelb das Innere ausfüllen). Wenn Sie beim Schütteln eine Art “Glucksen” hören ist die Luftkammer grösser was auf ein nicht so frisches Ei hinweist.

 

Warum lassen sich gekochte Eier manchmal schlecht schälen?
Ausschlaggebend für die Schälbarkeit gekochter Eier ist das Alter des Eis.
Kocht man frisch gelegte Eier, so ist die Bindungswirkung der im Ei enthaltenen Proteine sehr stark. Die Proteine binden die Schalenhaut an die Schale und an das Eiklar. Beim Schälen löst sich daher ein Teil des Eiweiß mit.
Daher gilt beim Kochen von Eiern die Devise: Je älter des besser.